Das Béla Balázs Institut für Laufbildforschung ist eine Einrichtung,
in der FilmtheoretikerInnen, MedienwissenschaftlerInnen und FilmemacherInnen
ihre jeweiligen Projekte diskutieren und gemeinsame Vorhaben realisieren. Es
versteht sich als Forum, in dem das laufende Bild auf unterschiedliche Weise
diskutiert und bearbeitet, reflektiert und entworfen wird.
Béla Balázs arbeitete als Theoretiker
und Filmemacher, Drehbuchautor und Lyriker. Grenzgänger zwischen verschiedenen
Kulturtechniken, verstand er sich als Vermittler zwischen ideologischen Modellen
und ästhetischen Konzepten, als Migrant zwischen Budapest, Wien, Berlin,
Moskau. Sein Name ist Programm.
Auch die Mitarbeiter des BBI verstehen sich als Migranten
zwischen den Zonen des Reflektierens und Herstellens laufender Bilder,
zwischen den Bereichen chemophysikalischer und digitaler Speichermedien, zwischen
verschiedenen europäischen Orten und Traditionen des Umgangs mit Bildern:
Transdisziplinär, Transmedial, Transnational.
1996 gegründet, hat sich das BBI mittlerweile als Kristallisationsfeld
etabliert, in dem die in verschiedenen europäischen Ländern (Österreich,
Deutschland, Frankreich) Tätigen ihre Erfahrungen austauschen. Zu den laufenden
Gesprächskreisen und Seminaren werden bisweilen auch Gäste geladen.